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Sparen, meine Herrschaften!

Geld - Peter Kirchhoff / pixelio.de

Nachdem wir – über Zeitungsinserate – über unseren aktuellen Schuldenstand pro Kopf und Nase informiert wurden, folgte gestern die nächste Anzeigenkampagne.

Schon vor einigen Monaten hat uns unser allseits geliebter Herr Vizekanzler und Finanzminister Pröll über Inserate in den Medien über unseren aktuellen Schuldenstand informiert, und uns gleich mit auf den Weg gegeben, dass wir in Zukunft alle mehr sparen müssen.

Ob Mann und Frau es glauben oder nicht – die damaligen Einschaltungen haben Geld gekostet. Jetzt frage ich mich, was für einen Sinn eine – für meinen Geschmack – sinnlose teure Werbeeinschaltung hat, bei der wir, abgesehen von der Parteiwerbung, über die von von Parteien gehäufte Schulden informiert werden.

Wessen Schulden?

Außerdem sind es nicht meine Schulden. Meine Konten sind (Gott sei Dank) im Plus. Ich gebe aber auch nur so viel aus, wie ich zur Verfügung habe. Klar, ein Staat hat ganz andere Ein- und Ausgaben, doch das Prinzip sollte das Selbe sein.

Gestern war es wieder soweit. Eine neue Werbeeinschaltung in den großen Tageszeitungen Österreichs. Ich selbst habe die Einschaltungen in der Presse und in der Kleinen Zeitung gesehen – jeweils eine halbe Seite. Ich habe mir die Mühe gemacht zu schauen, wie viel das in etwa gekostet haben dürfte.

Die Presse: Wenn ich die Zahlen richtig interpretiere, kostete die Werbung, oder wie es manche nennen, „Information“ zwischen ca. 11.500 € und ca. 16.000 € (grob gerundet).

Kleine Zeitung: Für die Kosten habe ich (Zwecks Verständlichkeit für mich selbst) die 1/2 Seite der „Basis-Platzierungen“ genommen. Demnach könnte die Einschaltung ca. 10.000 € gekostet haben.

Was wurde aus dem Vorsatz, das größte Sparpaket seit 1945 durchbringen zu wollen? Viel sinnloser kann man das Geld ja fast nicht mehr rausschmeissen – oder soll das ein Konjunkturpaket sein, mit dem man die österreichischen Zeitungen fördern will?

1 Kommentar

  1. localghost sagt:

    Irgendwer muss die Zeitungen doch auch unterstützen
    und wenns die öffentliche hand is
    da sind mir zeitungen lieber als banken…

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... wurde von Redaktion am 29. Juli 2010 verfasst. Willst du mehr lesen? Der vorherige Artikel war , und sollte es einen neueren Artikel geben findest du ihn hier:
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