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Ist das jetzt die NoFollow Trendwende?

Wolken Sonne

Eigentlich ist es modern, auf Blogs bzw. Internetseiten doFollow-Links zu verteilen. Systeme wie WordPress hängen jedoch standardmäßig rel="nofollow" hinter den Link bei Kommentaren an. Damit wird erreicht, dass Google den ausgehenden Link nicht wertet. Das hat natürlich Vor- und Nachteile.

Martin vom tagSeoBlog kündigte an, wieder auf nofollow umzustellen. In seinem Blogbeitrag geht er natürlich darauf ein, warum er diese Änderung vornimmt. Doch er geht nicht nur auf seine Änderungen ein, sondern analysiert auch den plötzlichen PageRank Verlust von Seo-United, und den damit verbundenen Verkauf der Plattform.

Einerseits wird argumentiert, dass man bei den vielen Kommentaren leicht den Überblick verlieren kann. Schließlich ist es ein nicht zu verachtender Aufwand, jede Seite einzeln zu prüfen. Sobald man in der Branche als Linkgeber bekannt wird, kann sich das natürlich auch auf die Qualität der Kommentare auswirken. Plötzlich dient die eigene Seite als Linkgeber für KubaSeoTräume oder dubiose Seiten.

Andererseits will man die „Arbeit“ des Kommentators belohnen. Wer einen Kommentar hinterlässt, wird im besten Fall von Google mit mehr Besuchern und einem besseren PageRank belohnt.

Dennoch kann man gerade dieses Denken kritisieren: Sollte man nicht Kommentare schreiben um mit dem Autor, oder gar der ganzen Community in Kontakt zu treten? Einfach eine nette Konversation starten!

Doch was sagt Google zu doFollow Links bei Blogs?

Das Google-Superhirn Matt Cutts geht in einem interessanten Video darauf ein, wie sich die Vergabe von doFollow Links auf die eigene Seite auswirken kann.

Es kann sich also negativ auswirken. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen, weiterhin doFollow Links zu verteilen. Allerdings wird hier in Zukunft stärker und strenger kontrolliert was bei den Kommentaren verlinkt wird. Bis zu einer gewissen Kommentaranzahl ist dieser Aufwand durchaus vertretbar.

6 Kommentare

  1. Dieter sagt:

    Das sich so viele Leute in Blogs beteiligen hängt natürlich vielfach mit Dofollow zusammen, aber ich denke nicht ausschließlich. Denn ich habe leider selber ein Blogsystem gewählt, in dem man die Links mit in den Text schreiben muß und entsprechend beteiligt sich niemand, noch nicht einmal die Spammer an meinen Artikeln, obwohl alle Links im Text dofollow wären.

  2. Hans sagt:

    Also in meinem Blog scheint es den Spammern egal zu sein, das die Links nofollow sind. Sei doch froh, wenn du kein Spam Problem hast 😉
    Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das mangelnde Beteiligung ausschließlich an nofollow Links liegen soll. Das würde ja bedeuten, das jeder mit einem Plugin durch die Gegend surft und sich erstmal die Links anzeigen lässt. Oder noch schlimmer im Quelltext rumwühlt. Wenn es in einem Artikel Diskussionsbedarf gibt, dann wird sicher auch diskutiert, egal ob nofollow oder nervigem Captcha.

  3. Horst sagt:

    @Hans schreibt „Das würde ja bedeuten, das jeder mit einem Plugin durch die Gegend surft …“

    Ich meine: Das wird schon so sein!

    Zustimmung bzgl. Deines Schlusssatzes, @Hans: Wenn ein Artikel zur Diskussion reizt, dann kriegt er ganz sicher seine Community. Oder vielleicht auch dann, wenn da ein Video von so einem Google-Fraggle drin ist. Den mag nun verstehen wer will, ich war jedenfalls danach verwirrter als vorher. 🙂

  4. FUN sagt:

    Stimmt, wenn ein Artikel wirklich wirklich interessant ist, dann bekommt er auch Kommentare – ob mit oder ohne doFollow. Aber die 1000 (ich weiß, es sind viel mehr) Blogs, die mit 0815 Neuigkeiten aufwarten, die haben es schon viel schwerer. Solange die „Spam-Kommentare“ ein gewisses Niveau haben, dann passt das doch auch, oder? Natürlich sollten „Super Beitrag, schau doch mal auf schnell-geld-her.de“ – Kommentare entfernt werden.

  5. Marco sagt:

    Ich denke auch solange es Blogs gibt mit guten Themen die viele Leute interessieren gibt es auch gute und gehaltvolle Kommentare.
    Ich persönlich sammle nicht nur Do Follow Links weil zu einem guten und gesunden Backlinprofil auch No Follow Links gehören.
    Und meiner Meinung nach bringen eine Menge No Follow Links auch was.

  6. Pokerface sagt:

    Nach Panda reicht meiner Meinung nach schon eine Erwähnung des Domain-Namens im Text, ohne aktiven Link. Mein Juri-Blog wird wegen seines spannenden Domain-Namens „xlpoker“ z.B. oft zitiert, ohne dabei verlinkt zu werden. Das hat früher nix gebracht. Jetzt sehe ich ihn in den Rankings klettern. Nach Panda ist halt Umdenken angesagt.

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Die Links sind NoFollow-Frei (ausgenommen Keywords, Spam etc.!)

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... wurde von Redaktion am 21. Februar 2011 verfasst. Willst du mehr lesen? Der vorherige Artikel war , und sollte es einen neueren Artikel geben findest du ihn hier: