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Ich lösche Skype

Handy / © by Michael Grabscheit / pixelio.de

„Ich lösche Skype“ – diesen Satz hat man in den letzten Tagen nur allzu oft in Foren gelesen. Mittlerweile fangen sogar einige meiner Verwandten damit an.

Der Grund: Die Übernahme von Skype durch Microsoft.

Mir wurde stolz erzählt, dass man sich die Datensammlerei von Microsoft nicht gefallen lässt – schließlich sei Microsoft nur an den Benutzerdaten interessiert, so die betreffenden Personen.

Nutzerdaten für rund 6 Milliarden Euro?

Ich denke nicht, dass es Microsoft dabei nur – wenn überhaupt – um die Nutzerdaten geht.

Denn Microsoft soll umgerechnet rund 6 Milliarden Euro für einen Dienst mit rund 500 Millionen registrierten Nutzern zahlen. Das wären etwa 12 € pro Nutzer – ist jeder Nutzer wirklich 12 € wert?

Vermutlich geht es dabei eher um zahlreiche Patente für die VoIP-Software und vor allem um das Produkt selbst. Microsoft ist im Online- und Mobilbereich, anders als im Desktop-Bereich, nicht gerade der Marktführer.

Am boomenden Smartphonemarkt ziehen Google und Apple dem Softwaregiganten aus Redmond davon, das Cloudsegment ist für Microsoft ebenso keine Erfolgsgeschichte und auch die Bing-Suchmaschine kann sich in Europa nicht durchsetzen.

Die Übernahme von Skype ist für Microsoft die Möglichkeit, die eigenen Produkte zu verbessern. Microsoft könnte Skype hervorragend in Windows Phone 7 integrieren und das gerade für Geschäftskunden schmackhaft machen. Die Gratistelefonie über das Internet könnte gerade für Geschäftskunden nützlich sein, welche Kontakte auf der gesamten Welt haben.

Firmen könnten sich durch die Reduzierung der Roamingkosten sehr viel Geld sparen – die Benutzer werden eine vernünftige Integration in das Handy-Betriebssystem vermutlich dankend annehmen.

Einzig und allein die Netzbetreiber werden damit nicht zufrieden sein.

Microsoft und der Datenschutz

Viele Personen haben mir erzählt warum sie Skype von ihrem Computer verbannen. Meistens ging es dabei um den Datenschutz. Außerdem gibt es Personen, die nicht wollen, dass ihre Daten jetzt in den USA gespeichert werden. Wenn man ihnen erklärt, dass Skype sowieso schon einem US-Amerikanischen Unternehmen gehört (u. a. eBay) stößt man auf Verwunderung.

Außerdem wollen viele Personen ihre Daten vor Microsoft „schützen“. Dass sie aber ihre E-Mails mit Hotmail versenden und ihre Briefe mit Microsoft Word auf ihrem Windows Betriebssystem schreiben spielt dabei allerdings keine Rolle.

1 Kommentar

  1. Mary sagt:

    Gerade hier in Spanien sehe ich, was man mit 6 mrd. € alles anstellen kann.

    6 MILLIARDEN €! vamos… son muchos dineros!!!

    Alleine für meine Person sollten sich innerhalb der letzten Jahre so ca 10 bis 50 Skype Accounts angesammelt haben. Ich bin Microsoft also so ungefähr 120 bis 600€ wert, geil!!

    Ich glaub das is nur ein kleiner Schw*** Vergleich, so a la „guck mal, ich kann mir einfach mal skype kaufen, ich bin auch ohne Erfolg noch sehr potent und nutz voll die neuen Technologien und so“ 😉
    Der Silberrücken will eben noch ein bisschen mit mischen bevor er ganz verdrängt wird…

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... wurde von Redaktion am 22. Mai 2011 verfasst. Willst du mehr lesen? Der vorherige Artikel war , und sollte es einen neueren Artikel geben findest du ihn hier:
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